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Was ist Process Mining? So machen Unternehmen reale Prozessabläufe, Engpässe und Optimierungspotenziale sichtbar

16. April 2026
Artikel

Process Mining macht sichtbar, wie Prozesse in der Realität tatsächlich ablaufen – nicht nur, wie sie dokumentiert sind. So lassen sich Engpässe, Schleifen, Wartezeiten und Abweichungen datenbasiert erkennen und gezielter verbessern.

Julian Molitor
Gründer von Novemcore
LinkedIn Icon
Was ist Process Mining? Eine einfache Erklärung für Fachbereiche und Entscheider

Unternehmen wollen Durchlaufzeiten verkürzen, Kosten senken und Reibungsverluste abbauen

In vielen Projekten scheitert genau das aber an einer einfachen Frage: Wie läuft der Prozess heute wirklich?

Auf dem Papier sind Abläufe meist sauber definiert. Im Alltag entstehen jedoch Schleifen, Wartezeiten, Umgehungen und Sonderwege, die in keiner Prozessbeschreibung sauber sichtbar werden.

Was hinter Process Mining steckt

Process Mining ist eine datenbasierte Methode, mit der sich reale Geschäftsprozesse aus Ereignisdaten rekonstruieren lassen.

Für belastbares Process Mining braucht es in der Regel mindestens eine Fall-ID, eine Aktivität und einen Zeitbezug. Systeme wie ERP, CRM, Ticketing- oder Einkaufslösungen liefern dafür oft die nötigen digitalen Spuren.

Aus diesen Ereignissen lässt sich nachvollziehen, welche Schritte ein Fall tatsächlich durchlaufen hat, wie lange einzelne Aktivitäten gedauert haben und an welchen Stellen Abweichungen vom Standardprozess entstanden sind. Genau darin liegt der Kern: Im Mittelpunkt steht nicht der Soll-Prozess, sondern der reale Ist-Ablauf.

Warum Process Mining für Fachbereiche relevant ist

Viele Teams kennen ihre Prozesse grundsätzlich. Was oft fehlt, ist ein belastbares, faktenbasiertes Bild über die operative Realität.

Process Mining beantwortet deshalb ganz praktische Fragen: Wo entstehen unnötige Liegezeiten? Welche Varianten treten besonders häufig auf? Wo passieren Nacharbeiten, Rücksprünge oder Medienbrüche?

Damit wird Prozessarbeit objektiver. Diskussionen basieren weniger auf Einzelmeinungen und mehr auf nachvollziehbaren Mustern im Prozessverlauf. Für Operations, Finance, Procurement oder Shared Services ist das besonders wertvoll, weil Engpässe und Effizienzhebel viel klarer priorisiert werden können.

Wo die Grenze klassischer Prozessanalyse liegt

Klassische Prozessanalyse ist weiterhin wichtig. Sie hilft, Verantwortlichkeiten zu klären, Soll-Prozesse zu definieren und Zielbilder zu entwickeln.

Ihr Problem ist jedoch häufig die Datenbasis: Ohne belastbare Fakten bleibt die Diskussion schnell im luftleeren Raum.

Process Mining schafft hier eine bessere Grundlage — vorausgesetzt, die relevanten Ereignisdaten liegen in ausreichender Qualität vor. Genau deshalb ist es so wirksam als Ergänzung zur klassischen Prozessarbeit.

  • mehr Transparenz über reale Abläufe
  • bessere Lokalisierung von Engpässen und Schleifen
  • höhere Objektivität in Verbesserungsprojekten
  • fundiertere Priorisierung von Maßnahmen

Ein einfaches Praxisbeispiel

Nehmen wir Purchase-to-Pay. In der Theorie ist der Ablauf klar: Bestellung anlegen, freigeben, Wareneingang buchen, Rechnung prüfen, Zahlung auslösen.

In der Praxis entstehen aber zusätzliche Freigaben, Rückfragen, unvollständige Belege oder Rechnungen, die mehrfach korrigiert werden müssen.

Ein Workshop kann solche Probleme andeuten. Process Mining macht sie sichtbar und messbar: Welche Varianten treten auf? Wie häufig kommen sie vor? Welche davon sind langsam, teuer oder fehleranfällig?

Genau daraus entstehen konkrete Ansatzpunkte für Optimierung.

Wo die Software PULSE von Novemcore in dieses Bild passt

Die Software PULSE von Novemcore kann in diesem Kontext besonders dort sinnvoll sein, wo klassisches Process Mining an Grenzen stößt.

Denn nicht in jedem Unternehmen sind Prozesse sauber in Systemdaten abgebildet. Oft steckt relevantes Prozesswissen auch in den Köpfen der Mitarbeitenden. PULSE kann helfen, dieses Wissen strukturiert zu erfassen, vergleichbar zu machen und als belastbarere Wissensbasis nutzbar zu machen — als Ergänzung zu datengetriebenen Ansätzen oder als pragmatischer Einstieg, wenn Systemdaten noch nicht ausreichen.

Fazit

Process Mining ist keine abstrakte Spezialdisziplin, sondern ein sehr praktischer Hebel für mehr Prozesstransparenz.

Wer Prozesse wirksam verbessern will, sollte nicht nur auf Prozessmodelle schauen, sondern auf die operative Realität.

Sie möchten herausfinden, wo in Ihrem Unternehmen die größten Hebel für mehr Prozesstransparenz liegen?

Dann lohnt sich ein strukturierter Einstieg in Process Mining, Process Analytics und Softwarelösungen wie PULSE von Novemcore.

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Was ist Process Mining? So machen Unternehmen reale Prozessabläufe, Engpässe und Optimierungspotenziale sichtbar

16. April 2026
Artikel
Was ist Process Mining? Eine einfache Erklärung für Fachbereiche und Entscheider

Process Mining macht sichtbar, wie Prozesse in der Realität tatsächlich ablaufen – nicht nur, wie sie dokumentiert sind. So lassen sich Engpässe, Schleifen, Wartezeiten und Abweichungen datenbasiert erkennen und gezielter verbessern.

Unternehmen wollen Durchlaufzeiten verkürzen, Kosten senken und Reibungsverluste abbauen

In vielen Projekten scheitert genau das aber an einer einfachen Frage: Wie läuft der Prozess heute wirklich?

Auf dem Papier sind Abläufe meist sauber definiert. Im Alltag entstehen jedoch Schleifen, Wartezeiten, Umgehungen und Sonderwege, die in keiner Prozessbeschreibung sauber sichtbar werden.

Was hinter Process Mining steckt

Process Mining ist eine datenbasierte Methode, mit der sich reale Geschäftsprozesse aus Ereignisdaten rekonstruieren lassen.

Für belastbares Process Mining braucht es in der Regel mindestens eine Fall-ID, eine Aktivität und einen Zeitbezug. Systeme wie ERP, CRM, Ticketing- oder Einkaufslösungen liefern dafür oft die nötigen digitalen Spuren.

Aus diesen Ereignissen lässt sich nachvollziehen, welche Schritte ein Fall tatsächlich durchlaufen hat, wie lange einzelne Aktivitäten gedauert haben und an welchen Stellen Abweichungen vom Standardprozess entstanden sind. Genau darin liegt der Kern: Im Mittelpunkt steht nicht der Soll-Prozess, sondern der reale Ist-Ablauf.

Warum Process Mining für Fachbereiche relevant ist

Viele Teams kennen ihre Prozesse grundsätzlich. Was oft fehlt, ist ein belastbares, faktenbasiertes Bild über die operative Realität.

Process Mining beantwortet deshalb ganz praktische Fragen: Wo entstehen unnötige Liegezeiten? Welche Varianten treten besonders häufig auf? Wo passieren Nacharbeiten, Rücksprünge oder Medienbrüche?

Damit wird Prozessarbeit objektiver. Diskussionen basieren weniger auf Einzelmeinungen und mehr auf nachvollziehbaren Mustern im Prozessverlauf. Für Operations, Finance, Procurement oder Shared Services ist das besonders wertvoll, weil Engpässe und Effizienzhebel viel klarer priorisiert werden können.

Wo die Grenze klassischer Prozessanalyse liegt

Klassische Prozessanalyse ist weiterhin wichtig. Sie hilft, Verantwortlichkeiten zu klären, Soll-Prozesse zu definieren und Zielbilder zu entwickeln.

Ihr Problem ist jedoch häufig die Datenbasis: Ohne belastbare Fakten bleibt die Diskussion schnell im luftleeren Raum.

Process Mining schafft hier eine bessere Grundlage — vorausgesetzt, die relevanten Ereignisdaten liegen in ausreichender Qualität vor. Genau deshalb ist es so wirksam als Ergänzung zur klassischen Prozessarbeit.

  • mehr Transparenz über reale Abläufe
  • bessere Lokalisierung von Engpässen und Schleifen
  • höhere Objektivität in Verbesserungsprojekten
  • fundiertere Priorisierung von Maßnahmen

Ein einfaches Praxisbeispiel

Nehmen wir Purchase-to-Pay. In der Theorie ist der Ablauf klar: Bestellung anlegen, freigeben, Wareneingang buchen, Rechnung prüfen, Zahlung auslösen.

In der Praxis entstehen aber zusätzliche Freigaben, Rückfragen, unvollständige Belege oder Rechnungen, die mehrfach korrigiert werden müssen.

Ein Workshop kann solche Probleme andeuten. Process Mining macht sie sichtbar und messbar: Welche Varianten treten auf? Wie häufig kommen sie vor? Welche davon sind langsam, teuer oder fehleranfällig?

Genau daraus entstehen konkrete Ansatzpunkte für Optimierung.

Wo die Software PULSE von Novemcore in dieses Bild passt

Die Software PULSE von Novemcore kann in diesem Kontext besonders dort sinnvoll sein, wo klassisches Process Mining an Grenzen stößt.

Denn nicht in jedem Unternehmen sind Prozesse sauber in Systemdaten abgebildet. Oft steckt relevantes Prozesswissen auch in den Köpfen der Mitarbeitenden. PULSE kann helfen, dieses Wissen strukturiert zu erfassen, vergleichbar zu machen und als belastbarere Wissensbasis nutzbar zu machen — als Ergänzung zu datengetriebenen Ansätzen oder als pragmatischer Einstieg, wenn Systemdaten noch nicht ausreichen.

Fazit

Process Mining ist keine abstrakte Spezialdisziplin, sondern ein sehr praktischer Hebel für mehr Prozesstransparenz.

Wer Prozesse wirksam verbessern will, sollte nicht nur auf Prozessmodelle schauen, sondern auf die operative Realität.

Sie möchten herausfinden, wo in Ihrem Unternehmen die größten Hebel für mehr Prozesstransparenz liegen?

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